< 1 | 2 > Neuregelung seit Mai 2014 Seit Mai 2014 gilt ja die neue Punkteregelung im zentralen Verkehrsregister,  aber nicht nur dort gibt es etwas neues. Auch im Gefahrgutrecht ergaben sich einige Änderungen, von vielen nicht bemerkt, aber es sind gravierende Änderungen. Es können nun auch Verstöße bei der Ladungssicherungspflicht mit einem Punkt geahndet werden. Verlader und Fahrer verantwortlich Die Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahnen und Binnengewässer (GGVSEB) verpflichtet im gemeinsamen Paragraf 29 (Pflichten mehrerer Beteiligter im Straßenverkehr, Absatz 1) schon immer den Verlader und den Fahrzeugführer zur Beachtung der Vorschriften der Ladungssicherung. Beide müssen sich somit gleichberechtigt um die korrekte Ladungssicherung kümmern.     Im Verordnungstext heißt es: "Verlader und Fahrzeugführer haben die Vorschriften über die Beladung und Handhabung nach Abschnitt 7.5.7 ADR zu beachten."  Was nicht geregelt wurde ist, wie die Dokumentation aussehen soll das beide ihre Pflicht erfüllt haben. Pauschale Ladungssicherungslösungen oder einen einheitlichen Nachweis über eine erfolgte Ausbildung zum Thema "Ladungssicherung" gibt es noch nicht. Vielleicht folgt dies im Zuge der Umsetzung des neuen CTU-Codes (Code of Practice for Packing of Cargo Transport Units) im Laufe der nächsten Monate. Derzeit aber muss dies zwischen den Beteiligten geregelt werden. Es sollte daher zunächst geklärt werden, auf welcher Grundlage eine Gefahrgutsendung zu sichern ist. Die ADR erlaubt in Absatz 7.5.7 für Gefahrgut die Ladungssicherung nach der "schwächeren" europäischen Ladungssicherungsnorm EN 12195-1:2010, während in Deutschland für die Ladungssicherung von Nicht-Gefahrgütern die strengere deutsche Norm VDI 2700 vorgeschrieben ist - eine paradoxe Situation, die daher entsteht, dass EU- Recht über nationalem Recht steht. Der Verlader hat darüber hinaus die Detailkenntnisse zur Ladung, der Fahrzeugführer über die technischen Möglichkeiten seines Fahrzeugs zur Ladungssicherung. Bisher war es häufig so, das nur Schäden an der Ladung vermerkt wurden, ist die Ladung gesichert, sollte dies ebenfalls auf dem Beförderungspapier von beiden Seiten dokumentiert werden. Dann kann der Transport sicher und ohne Bußgelder oder Punkte durchgeführt werden. Und dann war da noch die Sachen mit den Mittel zur Ladungssicherung , wer kümmert sich darum? Antwort: Diese Pflicht bleibt gemäß Paragraf 19 Absatz 2 Nummer 15 GGVSEB beim Beförderer. Auch hier kann es bei Verstößen seit dem 1. Mai einen Punkt geben. Gänzlich neu: Der Fahrzeughalter kann bei nicht vorhandener Ausrüstung zur Ladungssicherung ebenfalls mit einem Punkt bestraft werden. Hierzu gibt es zwar keine Verpflichtung nach GGVSEB, wohl aber nach der Fahreignungsverordnung direkt - vorbei sind also die Zeiten, in denen der Halter sich nicht um die Ausrüstung des Fahrzeugs kümmern musste.  Partner :  ______________________ Wählen Sie ihre Sprache choose your language GLL Gefahrgut Ladungssicherung & Logistic GmbH - Ulzburger Strasse 42b - 22399 Hamburg - Tel.: +49 (0)40 3596 1914 - Fax: +49 (0)40 3596 0864