< 1 | 2 > Bei der Beförderung von Gefahrgütern kann es zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen. Deshalb müssen Rettungs- und Hilfskräfte schnell Informationen über das Gefährdungspotenzial erhalten. Nur ein korrekt gekennzeichneter Gefahrguttransport ermöglicht schnelles und zielorientiertes handeln. Beförderungseinheiten und Container werden mit orangefarbenen Warntafeln gekennzeichnet. Diese können neutral auf den Gefahrguttransport hinweisen oder sie sind mit Nummern ( Kemmler-Zahl) für die Gefahr (oberer Teil ) und der UN-Nummer (unterer Teil) für das jeweilige Gefahrgut versehen. Qualifizierte Einsatzkräfte können sich auch an Notfall- und Schutzmaßnahmen orientieren , wie sie in anderen Ländern benutzt werden, z.B. am Hazard Warning Panel oder Gefahrendiamanten . Der Gefahrendiamant (v.engl. Hazard diamond) ist ein System für die Rettungskräfte zur sofortigen Beurteilung der Gefahren, die bei Unfällen mit gefährlichen Gütern auftreten. Das Gefahrensymbol besitz die Form eines Quadrates. Dieses NFPA 704 Hazard Idenfication System wurde von der amerikanischen NFPA (National Fire Protection Association) entwickelt.  Im englischen Sprachraum ist der Gefahrendiamant als NFPA Hazard Diamond  bekannt. Im europäischen Raum ist er vor allem auf Stückgütern aus Amerika zu finden, da in Europa die Gefahren von Stückgütern anders deklariert werden .  Nach den europäischen Regelwerken beim Transport gefährlicher Güter, dem ADR, RID, ADN oder den weltweit gültigen Vorschriften des IMDG-Codes, gibt es die orangefarbene Kennzeichnung – die Warntafel – auf einen Blick notwendige Hinweise auf das gefährliche Gut. Spezielle Transportarten Bei einigen Transportarten sind Besonderheiten zu beachten. Dazu gehören Begrenzte Mengen ( LQ- Güter). Diese Transportfahrzeuge müssen nach Kapitel 3.4.ADR unter bestimmten Bedingungen mit dem Kennzeichen versehen sein. Beförderungseinheiten mit einer höchstzulässigen Gesamtmasse über zwölf Tonnen, mit denen Versandstücke mit gefährlichen Gütern in begrenzten Mengen über acht Tonnen befördert werden, müssen nach vorn und hinten mit dem nachfolgenden Kennzeichen versehen sein, sofern sie nicht bereits mit orangefarbenen Tafeln gekennzeichnet sind . Container bzw. Großcontainer, mit denen Versandstücke mit gefährlichen Gütern in begrenzten Mengen befördert werden und die auf Beförderungseinheiten mit einer höchstzulässigen Gesamtmasse über zwölf Tonnen verladen sind, müssen auf allen vier Seiten gekennzeichnet sein, sofern sie nicht bereits mit Großzetteln (Placards) versehen sind. Die tragende Beförderungseinheit muss nicht gekennzeichnet sein werden, es sei denn, die an den Containern angebrachte Kennzeichnung ist außerhalb der tragenden Beförderungseinheit nicht sichtbar. In diesem Fall muss dieselbe Kennzeichnung an der Beförderungseinheit vorne und hinten angebracht werden. Umweltgefährdende Stoffe und Stoffe mit der Nebengefahr „Umweltgefährdend“ nach den Klassifizierungskriterien der aquatischen Umweltgefahr der Klasse 9 müssen nach Kapiteln 5.2 und 5.3 ADR mit den nachfolgenden Kennzeichen  (Toter Baum und Fisch) versehen sein. Dazu gibt es Übergangsvorschriften bis zum 30.6.2015 . Sprengstoffe der Klasse 1 sind mit entsprechenden Großzetteln Nach der gefährlichsten Unterklasse anzugeben: Reihenfolge: 1.1,  1.5 (bei 1.5 mit 1.2 wird 1.1 gezeigt) 1.2, 1.3, 1.6 und 1.4 und nach der Verträglichkeitsgruppe (Buchstabe). Bei unterschiedlichen  Verträglichkeitsgruppen (Buchstaben) ist keine Verträglichkeitsgruppe anzugeben. Radioaktive Stoffe der Klasse 7 werden mit den besonderen Großzettel Nr.7D an den Fahrzeugen kenntlich gemacht. Erwärmte Stoffe der Klasse 9, die in der Tabelle A, Spalte 6 mit der SV 580versehen sind, müssen mit dem besonderen nachfolgenden Kennzeichen  (Thermometer) bei Fahrzeugen an beiden Längsseiten und hinten bzw. an Containern auf allen vier Seiten versehen sein. Einfache und gut strukturierte Hinweise auf das Gefahrengut und die damit verbundenen Gefahren sollen jedem Verkehrsteilnehmer und den beteiligten Personen verständlich und dauerhaft vor Augen geführt werden. Die Praxis ist jedoch nicht so einfach, da die Gefahrgutbeförderung mit vielen Varianten und unterschiedlichen Gefährdungsmerkmalen Sachkenntnis und Übung erfordert.   Partner :  ______________________ Wählen Sie ihre Sprache choose your language GLL Gefahrgut Ladungssicherung & Logistic GmbH - Ulzburger Strasse 42b - 22399 Hamburg - Tel.: +49 (0)40 3596 1914 - Fax: +49 (0)40 3596 0864